Von A- Z: Schlagwörter rund um die (Nach)Qualifizierung

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A

An-und Ungelernte

Als An- und Ungelernte werden Personen bezeichnet, die ohne abgeschlossene (anerkannte) Ausbildung in einem Unternehmen arbeiten.

Ausbildung, duale

In Deutschland erfolgt die Berufsausbildung überwiegend im dualen System. Das bedeutet, dass die praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse in einem Betrieb (Ausbildungsbetrieb) vermittelt werden. Das theoretische Wissen erhalten Auszubildende in Berufsschulen. Der Unterricht in Berufsschulen kann in Form von Blockunterricht, aber auch an 1 – 2 Tagen pro Woche erfolgen. Bei Ausbildungen in Handwerksberufen existieren in den meisten Berufen im Verlauf der Ausbildung sog. „überbetriebliche Ausbildungen“ in Form von 1-2wöchigen Kursen, die von den Innungen abgehalten werden.

Ausbildungsbausteine, s. auch Modularisierung der Ausbildung

Ausbildungsbausteine werden aktuell in einem Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erprobt. Sie sind auf Basis der aktuellen Ausbildungsordnung und dem Ausbildungsrahmenplan entwickelt worden und umfassen alle darin vorgeschriebenen Mindestinhalte. Ihr zeitlicher Rahmen umfasst 6 bis zu 12 Monate.

Ausbildungsbausteine sind zeitlich und inhaltlich begrenzte Teilmengen der Ausbildungsordnung eines anerkannten Ausbildungsberufs. Die Prüfungsregelungen der geltenden Ausbildungsordnungen bleiben unverändert (Zwischen- und Abschlussprüfungen). Erst wenn alle Ausbildungsbausteine absolviert wurden, kann ein Berufsabschluss erreicht werden.

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Durch ausbildungsbegleitende Hilfen sollen junge Menschen, die in einer betrieblichen Ausbildung sind und deren Ausbildungsabschluss gefährdet ist, unterstützt werden. Das kann in Form von Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten und zur Förderung des Erlernens von Fachpraxis und Fachtheorie aber auch durch individuelle sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung erfolgen. Der Auftrag zu abH wird von der Bundesagentur für Arbeit an Bildungsträger gegeben, und kann auch in den Justizvollzugsanstalten angeboten werden.

Ausbildungsordnung

In der Ausbildungsordnung sind, gemäß Berufsbildungsgesetz, die Inhalte für einen anerkannten Ausbildungsberuf festgelegt. In der Ausbildungsordnung sind z.B.: Ausbildungsdauer, Berufsbezeichnung -bild, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen geregelt.

Ausbildungsrahmenplan

Der Ausbildungsrahmenplan ist in der Ausbildungsordnung enthalten. In ihm sind sachliche und zeitliche Inhalte einer Ausbildung gegliedert. Zudem dient er als Vorgabe für den betrieblichen Ausbildungsplan.

Ausbildungsbetrieb

Ausbildungsbetriebe können entweder Unternehmen oder andere Ausbildungsstätte sein die, neben der Berufsschule, gemäß Berufsausbildungsgesetz (BBiG) ausbilden.

AZWV

(Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung)

Zertifizierungsstellen, sog. „Fachkundige Stellen“, sind für die Qualitätssicherung im Weiterbildungsbereich zuständig. Sie zertifizieren Bildungsdienstleister und Maßnahmen.

Bildungsgutscheine von der Agentur für Arbeit können nur für solche anerkannten Qualifizierungsmaßnahmen bei entsprechend zertifizierten Bildungsträgern eingelöst werden.

B

Benachteiligte

Neben individuellen Benachteiligungen (z.B. gesundheitliche Einschränkungen), existieren auch soziale Einschränkungen (aufgrund bestimmter Lebensumstände).

Personen gelten als sozial benachteiligt, wenn ihre Lebenschancen erheblich eingeschränkt sind. Rechtsansprüche für Benachteiligte sind im SGB III Sozialgesetzbuch Arbeitsförderung und im SGB VIII Sozialgesetzbuch, Kinder- und Jugendhilfe festgehalten.

Berufsausbildungen s. Duale s. Ausbildung

In Deutschland erfolgt die Berufsausbildung überwiegend im sog. „dualen“ System. Das heißt, dass praktische Fertigkeiten und Kenntnisse in einem Betrieb vermittelt werden, während theoretisches Wissen in der Berufsschule erlernt werden soll. (vgl. Ausbildung, duale)

Es gibt jedoch auch (fach-) schulische Berufsausbildungsmöglichkeiten.

Berufsberatung

Berufsberater/-innen beraten Schüler/-innen aller Schularten, Auszubildende, Studierende und Hochschulabsolventen sowie alle Personen, die erstmals eine Berufsausbildung anstreben oder sich beruflich neu orientieren wollen.

Einen Großteil der Bildungsberatung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit. Sie ist laut §29, SGB III gesetzlich dazu verpflichtet.

Daneben wird Berufsberatung jedoch auch von Bildungsanbietern, Trägern der freien Jugendarbeit oder den zuständigen Stellen angeboten.

Berufsbildungsgesetz

BBiG abgekürzt, regelt in Deutschland die Berufsausbildung, die Vorbereitung auf diese, Fortbildung und berufliche Umschulung.

Berufsschule

Die Berufsschule ist eine der beiden Säulen der dualen Ausbildung und vermittelt die schulischen Inhalte der Berufsausbildung entlang des Rahmenlehrplans bzw. des Lehrplans des jeweiligen Standortes. Sie hat die Aufgabe, die Allgemeinbildung und die jeweilige fachliche Bildung zu fördern.

Eine Teilnahme am Berufsschulunterricht ohne die Vorlage eines Ausbildungsvertrags ist mit der jeweiligen Berufsschule abzuklären, die dazu ihre Zustimmung erteilen muss (was für Inhaftierte, die sich während der Haftzeit für die Externenprüfung vorbereiten wollen, oft relevant ist).

Für Erwachsene über 21 Jahre existiert keine Berufsschulpflicht mehr (wichtig für Inhaftierte, die eine Ausbildung durchlaufen wollen, aber keinen Freigängerstatus erhalten). Hier muss der Erwerb des notwendigen Wissens im Rahmen der Haft organisiert werden.

C

Curriculum

Erweiterter Lehrplan nach didaktischen Grundlagen des Lehrens und Lernens mit Lernzielen, der Beschreibung des Lernprozesses sowie der Rahmenbedingungen des Lernens.

D

derzeit keine Einträge

E

Erstausbildung, berufliche

Die erste berufliche Ausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf oder in Form eines Studiums.

Europäischer Sozialfonds, ESF

Europäisches Förderinstrument zur Unterstützung der Menschen in Europa

Externenprüfung

Nicht nur wer eine klassische Berufsausbildung absolviert hat, sondern auch andere Personen mit einschlägigen beruflichen Vorkenntnissen und Vorerfahrungen („Externe“) können laut Berufsbildungsgesetz zur Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zugelassen werden. Die Anforderungen in der Externenprüfung entsprechen denen, die auch an die Auszubildenden gestellt werden. Die Handwerkskammern oder Industrie- und Handelskammern bzw. die „Zuständigen Stellen“ entscheiden, wer zur Externenprüfung zugelassen werden kann.

F

Facharbeiterabschluss

Als Facharbeiter oder Facharbeiterin werden Personen gekennzeichnet, die einen Ausbildungsberuf durchlaufen und die Abschlussprüfung (Gesellen-, Facharbeiterprüfung) erfolgreich abgelegt haben.

FbW

Förderung der beruflichen Weiterbildung nach § 77-87,324,327 und 337 SGBIII Sozialgesetzbuch

Förderplan

Ein Förderplan ist im Rahmen einer NQ mit dem Ziel Externenprüfung eine Lernentwicklungsdokumentation. Grundlage ist eine Eingangsanalyse / Kompetenzfeststellung. Die ermittelten Kompetenzen und der Förderbedarf werden in Teilziele überführt und mit konkreten Arbeits-und Zeitplänen untersetzt. Der Förderplan wird in festgelegten Abständen überprüft und fortgeschrieben.

G

Derzeit keine Einträge.

H

Handlungskompetenz

Unter beruflicher Handlungskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, zielgerichtet, aufgabengemäß, der jeweiligen Situation entsprechend und verantwortungsbewusst Aufgaben zu erfüllen und Probleme zu lösen. Sie wird in Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz (z.B.) unterschieden.

I

Derzeit keine Einträge.

J

Junge Erwachsene

Im Rahmen der „Perspektive Berufsabschluss“und damit des Projekts „FREI“ zählen zu jungen Erwachsenen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren.

Die Altersgrenze von 25 Jahren ist in Zusammenhang einer Ausbildung zum Beispiel für die Möglichkeit, Berufsausbildungsbeihilfe zu bekommen , wichtig ,oder auch bezüglich der Zuständigkeit der Berufsberatung.

Jobcenter

Frühere Bezeichnung: ARGE.

Träger der Leistungen nach dem SBGII, besser bekannt als Arbeitslosengeld II oder Hartz IV

K

KMU

Als KMUs werden kleine und mittlere Unternehmen bezeichnet. KMUs beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter /innen und weisen einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro auf.

Kompetenzfeststellung

Soll in der Nachqualifizierung dazu dienen, vorhandene berufliche Handlungskompetenzen festzustellen. Es gibt eine Vielzahl von Verfahren: Eigen-und Fremdeinschätzung, Eigenauskünfte, Tests, betriebliche Erprobung etc.

Für die Zulassung zur Externenprüfung ist die Dokumentation der im Verlauf der Haftzeit erworbener beruflicher Kompetenzen sinnvoll. Berufliche Tätigkeit während der Haft werden auch als Zeit beruflicher Erfahrung angerechnet bei der Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen für die Externenprüfung.

L

Lernberatung

Ist im Rahmen der Nachqualifizierung die Unterstützung bei Planung und Durchführung der Prüfungsvorbereitung bzw. umfassender Qualifizierungsprojekte. Lernberatung zielt nicht auf die Vermittlung fachlicher Kenntnisse, sondern hilft den Interessenten, diese zu erwerben. In der JVA heißt dies, Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Haft zu organisieren.

Lernen im Arbeitsprozess

Ist gleichermaßen ein didaktisches Konzept wie ein Merkmal beruflicher Bildung im dualen System. Es zielt auf eine enge Verknüpfung von Lernen und Arbeiten.

Lernortverbund

Betriebe, Beschäftigungsträger oder Bildungsanbieter können sich zusammenschließen, um verschiedene Lernorte, d.h. Orte, an denen Bildung stattfindet, für das Gelingen einer Ausbildung zu verzahnen.

M

Modularisierung

Kompetenzorientierte, zertifizierte Qualifizierungsabschnitte können im Sinne eines Baukastenprinzips im Rahmen der beruflichen Bildung bis zum Berufsabschluss führen. Zentrale Merkmale sind u.a. der Bezug auf das Berufskonzept, die Verzahnung mit betrieblichen Arbeitsprozessen sowie die Möglichkeit flexibler individueller Bildungsverläufe.

Aktuell werden 14 Berufe im Projekt Jobstarter connect des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Hinblick auf die Modularisierung durch Ausbildungsbausteine getestet.

P

Prüfung, organisatorisches

Es gibt bei den Facharbeiterabschlussprüfungen immer eine Winter und eine Sommerprüfung.

In Ausbildungsberufen des Handwerks, z.B. Metallbauer, gehört zur praktischen Prüfung die Erstellung eines Gesellenstücks. Für einen Interessenten, der sich für die Externenprüfung anmelden will und nicht in einem Betrieb beschäftigt ist, müssen Lösungen gefunden werden.

Die praktische Prüfung im industriellen Metallberuf Maschinen-und Anlagenführer wird im Betrieb an der speziellen Maschine abgenommen, d.h. unterstellt auch praktische betriebliche Erfahrung dort.

Wiederholung der Prüfung

Die Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. Dazu braucht der Auszubildende in keinem Ausbildungsverhältnis mehr zu stehen; er muss dann die Prüfungskosten selber tragen.

Eine Ausschlussfrist, nach deren Ablauf die Wiederholung unzulässig wäre, ist in den Prüfungsordnungen nicht vorgesehen.

Einzelne Prüfungsteile, in denen mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden, müssen auf Antrag des Prüflings nicht wiederholt werden, sofern er sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tag der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung zur Wiederholungsprüfung anmeldet.

Prüfungsvorbereitung

Die Prüfungsvorbereitung bereitet auf die Theorie-wie praktische Prüfung vor und strukturiert den Lernstoff inhaltlich wie zeitlich. Um die Prüfungsvorbereitung während einer Haftzeit zu organisieren, sind verschiedenste Unterstützungsmaßnahmen sinnvoll.

Prüfungszulassung

Die „zuständigen Stellen“ entscheiden über die Anträge auf Zulassung zur Externenprüfung. In vielen Berufsfeldern sind dies Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern. Es gibt regional unterschiedliche Antragsverfahren; Anträge auf Zulassung im Handwerk müssen oft bei den Prüfungsausschüssen der jeweiligen Innungen gestellt werden.

Q

Qualifizierungsbaustein (QB)

In der Berufsvorbereitung werden QBs nach dem Berufsbildungsgesetz §69 als inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Lerneinheiten eingesetzt, die aus den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe entwickelt werden und Grundlagen beruflicher Handlungskompetenz vermitteln.

Es gibt von der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) entwickelte QBs, die Bestandteile modular gestalteter Berufsbilder sind und Teilkompetenzen abbilden. Sie sind in auch für den Einsatz in der Nachqualifizierung geeignet. Diese QBs sind ggf. in Inhalt und Form mit den zuständigen Stellen vor Ort abgestimmt.

Die JVA Nürnberg verfügt beispielsweise über eine größere Anzahl von mit den Kammern abgestimmter Qualifizierungsbausteine.

Qualifizierungspass

Dient zur Ermittlung und der Dokumentation von vorhandenen und noch zu erwerbenden beruflichen Erfahrungen. Qualifizierungspässe können sowohl im Hinblick auf die Vorbereitung auf eine beruflichen Abschlussprüfung ein Mittel zur individuellen Bildungsplanung darstellen und durch die transparente Darstellung von Qualifikationen den zuständigen Stellen die Bewertung des Antrags auf die Zulassung zur Externenprüfung erleichtern. Auch Unternehmen erleichtern sie die Beurteilung von Bewerbungen.

R

Rahmenlehrplan

Lehrplan für die Berufsausbildungen, der die Lernziele und Lerninhalte für den berufsbezogenen Berufsschulunterricht beschreibt.

Rehabilitation

Es gibt medizinische, soziale oder berufliche Rehabilitation, geregelt im SGB IX sowie SGB III.: Sie umfassen die Gesamtheit aller Maßnahmen, die die Wiederaufnahme in die Gesellschaft oder Berufswelt betreffen; z.B. Umschulungen bei den Berufsförderwerken.

S

SGB

Sozialgesetzbuch; Im SGBIII sind die Leistung der Arbeitsförderung geregelt, im SGBII die Grundsicherung für Arbeitssuchende

T

Teilqualifizierung

Das Konzept der Teilqualifizierung umfasst nachweislich erworbene Qualifikation von entsprechender beruflicher Handlungskompetenz in Teilen eines anerkannten Ausbildungsberufs. Aktuell führt die Agentur für Arbeit ein Modellprojekt „Standardisierte Teilqualifikation“ durch.

Teilzeitqualifizierung

Qualifizierungen aller Art einschließlich Ausbildung und Umschulungen können auch in Teilzeit durchgeführt werden, d.h. mit reduzierter Tages-bzw. Wochenstundenzahl.

Trainingsmaßnahme

Die Bundesagentur für Arbeit führt Trainingsmaßnahmen durch, zur Ermittlung der Eignung für eine berufliche Tätigkeit oder eine Aus-oder Weiterbildung, sowie zur Unterstützung bei der Arbeitssuche.

U

Umschulungen

Es existieren 2 Formen von Umschulungen: Betriebliche Umschulung / außerbetriebliche Umschulung, z.B. bei einem Bildungsanbieter. Berufliche Umschulung wendet sich an Erwachsene, die bereits Berufs-wie Lebenserfahrung besitzen, ist daher inhaltlich und methodisch nicht an der Erstausbildung Jugendlicher auszurichten und wird vom Gesetzgeber nicht so eingehend und zwingend geregelt wie Ausbildungsverhältnisse. Umschulungen enden normalerweise mit einem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf und sind durchschnittlich um 30% verkürzt im Verhältnis zur regulären Ausbildungszeit.

V

Verkürzung der Ausbildungszeit

Nach § 8 Abs.1 BBiG hat die zuständige Stelle auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und des Ausbildenden die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass der Auszubildende das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht. Es existieren verschiedene Kriterien für die Verkürzung; z. B. kann bei Auszubildenden über 21 Jahre die Ausbildung um 12 Monate gekürzt werden.

W

Derzeit keine Einträge

X, Y

Derzeit keine Einträge

Z

Zertifizierung

Für Bildungsgutscheine, die die Agentur für Arbeit oder die Jobcenter ausgeben, ist Voraussetzung, dass diese Kurse zertifiziert sind von anerkannten Zertifizierungsstellen (AZWV-zertifiziert). Bildungsanbieter in der beruflichen Bildung können ihre Kursangebote zertifizieren lassen , und Weiterbildungsinteressenten können ihre Bildungsgutscheine für die jeweiligen Kurse dann dort einlösen.

Qualifizierungsbausteine, die in den Justizvollzugsanstalten eingesetzt werden, sind in der Regel mit den jeweiligen IHK/ HWK abgestimmt; die Übereinstimmung des Qualifizierungsbildes mit „den Vorgaben des §3der Berufsausbildungsvorbereitungs-Bescheinigungsverordnung“ wird dabei bestätigt; auch hier spricht man von „zertifiziert“.

Daneben können nach dem Besuch von Qualifizierungslehrgängen von Bildungsdienstleistern Zertifikate ausgegeben werden.

Zuständige Stelle

Mit dieser Formulierung sind gekennzeichnet z.B. Industrie -und Handelskammer, Handwerkskammern und Kammern wie die Ärztekammer, Apothekerkammer oder beispielsweise das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die die Durchführung der jeweiligen Berufsausbildungen und berufliche Umschulungen überwachen. Für Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz ist diese Funktion den Kammern zugeordnet, für Berufe außerhalb des Berufsbildungsgesetzes regeln Landes-oder Bundesgesetze die „zuständigen Stellen“.

Zweiter Arbeitsmarkt

Unter dem Zweiten Arbeitsmarkt versteht man einen Arbeitsmarkt, in dem Arbeitsplätze oder Beschäftigungsverhältnisse nur mithilfe von öffentlichen Fördermitteln erhalten oder geschaffen werden können. Mit Hilfe des Zweiten Arbeitsmarktes soll die Arbeitslosigkeit verringert werden und von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen soll ein späterer Übergang in den ersten (normalen) Arbeitsmarkt erleichtert werden.